Der Geruchssinn

Ob schwach oder stark, abstoßend oder angenehm, ob zur Beruhigung oder als Warnsignal? - Düfte, Gerüche oder Gestank haben im Leben eines Menschen schon immer eine große Rolle gespielt.

Für unsere frühen Vorfahren waren Gerüche überlebenswichtig. Wie die Tiere, mit denen sie gemeinsam in der Steppe lebten, waren sie auf ihre feine Nase angewiesen. Diese meldete wenn etwas nicht in Ordnung war, Alarm. Der Geruchssinn leitete die Menschen zu den Nahrungsquellen, warnte rechtzeitig vor Fressfeinden und sicherte somit ihr Überleben.

Immer mehr Läden lassen sich ihre eigene Duftnote entwickeln und berieseln ihre Geschäftsräume mit diesen Düften. Für Asthmatiker, Allergiker und Chemikaliensensible ist das die Hölle.

Duftsignale landen über das limbische System direkt im Gefühlszentrum unseres Gehirns. Der Geruchssinn wirkt in unserem Unterbewusstsein. Düfte haben für uns Opfer einen hohen Stellenwert. Weil Gerüche in der Regel beiläufig wahrgenommen werden, anders als bei den anderen Sinnen, ist es wichtig zu wissen, dass die Nase uns wachrütteln kann. Gerüche wirken sich hirnphysiologisch aus und haben auf Grund dessen eine starke Verbindung zu den emotionalen Zentren im Gehirn. Deswegen ist der Geruch des Täters ein harter Brocken in der Aufarbeitung.

Dufterinnerungen entstehen, in der Regel, indem man irgendwann einen Duft wahrnimmt. Die Situation, in der man diesen Duft wahrnahm, ist ausschlaggebend für die späteren Dufterinnerungen. Das heißt, wenn man ein sehr schlimmes Erlebnis hatte, und dabei einen Duft wahrgenommen hatte, dann kann man davon ausgehen, dass dieser Geruch später als sehr unangenehm empfunden wird, weil er eben diese emotionalen Erinnerungen reaktivieren kann. Wenn der Geruch oder Gestank von den Riechzellen aufgenommen wird, wird das als Signale an das Gehirn weitergeleitet. Dieser Geruchseinfluss reicht bei uns Opfern aus, um die Alarmanlage in uns auszulösen.

Viele Opfer leiden an einem stark ausgeprägten Geruchssinn, manche haben keinen mehr. Es gibt auch Opfer die an der MCS leiden. Das geht soweit, dass Betroffene nicht mehr aus dem Haus gehen. Wenn der Gestank in Erinnerung gerufen wird, kann dieser das Nervensystem blockieren. Seh- und Sprachstörungen, sowie Gleichgewichtsprobleme und Schwindelattacken können die Folge sein. Die Muskeln fangen an zu blockieren, man zittert am ganzen Körper und zu guter Letzt bricht man richtiggehend zusammen. Opfer können tausende von Gerüchen erkennen und im Gehirn speichern. Gerüche werden häufig mit Gefühlen in Verbindung gebracht. Bezieht den Geruchssinn in eure Überlebensstrategie mit ein.
 

WIR SCHAFFEN ES.


19.10.2009

momagi_schriftzug